Aluminium erlebt sein stärkstes Jahr seit mehr als einem Jahrzehnt. Der Dreimonatspreis der London Metal Exchange berührte am 10. August 2026 die Marke von 3.280 US-Dollar pro Metriktonne, was etwa 29 % über dem Niveau von 2.545 US-Dollar ein Jahr zuvor und nahe seinem Höchststand seit 2022 liegt. Für Käufer von Aluminium-Folienverpackungen – Behälter, Schalen, Deckel und Folienrollen – ist diese Rallye kein Hintergrundrauschen. Sie schlägt sich direkt in den Rohstoffkosten nieder, und die treibenden Kräfte dahinter wirken eher strukturell als vorübergehend.
Drei treibende Kräfte hinter dem Anstieg
Die erste Kraft ist die Handelspolitik. Seit April erheben die Vereinigten Staaten ihren Aluminiumzoll nach Abschnitt 232 (Section 232) auf den Gesamtwert der Importe und nicht auf den Mehrwert – eine Änderung, die die effektiven Kosten für die Einführung von Metall und Halbfertigprodukten aus Aluminium in das Land erhöhte. Am 20. Juli verband das Weiße Haus diese Haltung mit neuen Investitionsanreizen zum Wiederaufbau der inländischen Hüttenkapazitäten – ein Signal, dass Washington davon ausgeht, dass das Zollregime jahrelang bestehen bleiben wird.
Die zweite Kraft ist das Versorgungsrisiko am Golf. Die Region des Golf-Kooperationsrats produziert etwa 9 % des weltweiten Primäraluminiums, und der Großteil davon wird durch die Straße von Hormus verschifft. Wood Mackenzie schätzt, dass dort 6,8 Millionen Tonnen der jährlichen Produktion von Unterbrechungen bedroht sind, wobei bei einer längerfristigen Schließung 3 bis 3,5 Millionen Tonnen verloren gehen könnten – ein Szenario, das laut Analysten die Preise in Richtung 3.500 US-Dollar pro Tonne treiben könnte.
Die dritte Kraft ist China. Pekings Obergrenze für die Primärschmelzkapazität von 45 Millionen Tonnen besteht seit Jahren, aber die Produktion drückt nun dagegen, sodass kaum Raum für eine Reaktion des chinesischen Angebots bleibt, wenn der Rest der Welt anzieht. Sichtbare Lagerbestände erzählen dieselbe Geschichte: Die Börsenbestände befinden sich auf dem niedrigsten Stand dieses Jahrhunderts, und die Produktion außerhalb Chinas sank im Juli im Jahresvergleich um 6,7 %.
Was dies für Käufer von Folienverpackungen bedeutet
Der Kostendruck ist in den Unternehmensergebnissen bereits sichtbar. Coca-Cola Consolidated nannte einen Gegenwind von 166,7 Millionen US-Dollar durch höhere Aluminiumkosten, Conagra Brands wies rund 200 Millionen US-Dollar aus, und der Dosenhersteller Crown Holdings erhöhte die Preise um 21 %, um den Anstieg weiterzugeben. Folienverpackungen befinden sich auf derselben Kostenkurve: Aluminium ist der dominierende Inputfaktor in jedem Behälter und jeder Schale, weshalb Walzwerke und Verarbeiter ihre Preise anpassen, während sich ihre eigenen Metallkosten zurücksetzen.
Für Lebensmittelmarken, Caterer und Händler, die Aluminium-Folienbehälter kaufen, bedeutet dies in der Praxis, dass sich die Angebote in der zweiten Jahreshälfte 2026 voraussichtlich verfestigen werden und die übliche Taktik, auf einen Rückgang zu warten, mehr Risiko birgt als noch vor einem Jahr.
Was Beschaffungsteams jetzt tun sollten
- Mengen früher sichern. Bei so knappen Beständen fallen kurze Vorlaufzeiten als Erstes weg. Die Sicherung von Produktionskapazitäten für das 4. Quartal und Anfang 2027 schützt jetzt sowohl Preis als auch Verfügbarkeit.
- Spezifikationen überprüfen. Die Abstimmung von Behälterstärke und -format auf die tatsächliche Anwendung – anstatt standardmäßig überzuspezifizieren – gleicht einen Teil des Metallpreisanstiegs aus, ohne die Leistung zu beeinträchtigen.
- Formate nach Möglichkeit diversifizieren. Käufer, die sowohl wellenwandige als auch glattwandige Linien oder mehrere Größen von einem Lieferanten qualifizieren, gewinnen Flexibilität, wenn ein einzelnes Format knapp wird.
Als Hersteller von Aluminium-Folienverpackungen beobachten wir die LME-Kurve und die Versorgungssituation am Golf genau und passen unseren Rohstoffeinkauf an, um die Produktion stabil zu halten. Käufer, die für die kommenden Monate planen, können uns gerne für aktuelle Preise und Lieferzeiten für Folienbehälter, Schalen und Deckel kontaktieren.
Quellen
- Capsules & Closures — Aluminiumpreise steigen auf Mehrjahreshochs (10. August 2026)
- The White House — Anpassung der Aluminiumimporte in die Vereinigten Staaten (20. Juli 2026)
- EY Tax News — USA kündigen Änderungen der Aluminiumzölle nach Abschnitt 232 an (21. Juli 2026)
- Westmetall — Offizielle LME-Aluminiumpreise
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SEPACK
Hersteller von Aluminiumfolien‑Verpackungen
SEPACK liefert Aluminiumfolien‑Behälter, Rollen, Folienblätter, Backpfannen und Lebensmittelverpackungsfolien an Händler und Gastronomieunternehmen in mehr als 50 Ländern. Der Hauptsitz befindet sich in New York, die Produktion in Shanghai; das Unternehmen ist seit 2010 tätig.